Auf Twitter:

Dazu die FAZ:

Hunderte Polizisten im Einsatz: Razzia im Düsseldorfer Migranten-Viertel

In Düsseldorf stellen hunderte Polizisten das sogenannte „Maghreb-Viertel“ auf den Kopf. Sie sind auf der Suche nach Kleinkriminellen, die sich dort verstecken sollen. [...]

Dazu das Netzwerk "Marokkanische Migration" auf Facebook:

... soeben vollzieht die Düsseldorfer Polizei verdachtsunabhängige Kontrollen bei nahezu jedem Deutsch-Maghrebiner in nahezu jedem Café im Viertel ... Hunderte von Polizeibeamten kontrollieren unter aufgestelltem Flutlicht unbescholtene Bürger unserer Stadt ... frei nach ihrem Aussehen. Statt die Probleme mit den im Viertel gestrandeten Jugendlichen zu lösen, wird nun die gesamte Gemeinde unter Generalverdacht gestellt und mit aggressiven polizeilichen Mitteln stigmatisiert.
Die gestrandeten Jugendlichen sind der Düsseldorfer Polizei seit vielen Jahren bekannt. Ihr Krisenmanagement in diesem Zusammenhang darf angezweifelt werden. Auch durch die stigmatisierende Razzia, die gerade durchgeführt wird, wird das Problem nicht gelöst. Es kommt eher einem blinden Aktionismus nahe und ist offensichtlich der gestiegenen medialen Berichterstattung geschuldet.

Dazu auch die taz:

Rassismus nach Köln: Die Erfindung des Nordafrikaners

Deutschland suhlt sich in lange überwunden geglaubten Reflexen. Aber es gäbe da noch eine andere deutsche Tradition zum Anknüpfen: das Denken sortieren, die Realität mit sauberen Kategorien analysieren, präzise schreiben und sprechen.

Man kann „nordafrikanisch” aussehen und deutscher Bürger sein. Man kann „nordafrikanisch” aussehen, Ausländer sein und dennoch nichts anderes kennen als Deutschland, weil die Kinder von Ausländern in Deutschland bis vor Kurzem nicht so einfach Deutsche werden konnten. Man kann „nordafrikanisch” aussehen und regulär immigriert sein. Man kann „nordafrikanisch” aussehen und irregulär in Deutschland sein. Und schließlich kann man auch „nordafrikanisch” aussehen und Flüchtling sein.