Hier reposte ich mal aus Gründen der Lesbarkeit Christopher Lauers einfallsreichen Kommentar zur deutschen Parteilenlandschaft:

AfD fing als Studentenscherz des @faznet Wirtschaftsteil an. Erinnere mich noch genau. Man brauchte halt wen, der gegen den Euro stänkert, weil den Euro fand man halt doofe. Jetzt schreibense aufgeregte Kommentare, warum die Eliten der Gesellschaft nichts gegen den braunen Mob machen. Hupsi.

Das ist noch nicht mal eine Verschwörungstheorie, das kann man genau nachprüfen anhand der Online veröffentlichten Artikel. Dann war so viel Hype kreiert, dass beim Gründungsparteitag der AfD so viel Medien da waren, als würd die CDU ne neue Vorsitzende wählen. Dann wurde über die AfD so berichtet, als sei sie ne normale Partei. Als hätte man von den Piraten nichts gelernt. Meine Vermutung ist ja eher, dass man bei Piraten bemerkte, dass man über Berichterstattung ne Partei locker auf 10% bringen kann. Und das war einigen älteren Herren mit Verlustängsten dann ganz recht, mal sone richtig schön konservative Partei zu unterstützen.

Der Witz ist: Deutschland befindet sich insofern in einem Parteipolitischen Gleichgewicht, als alle Leute, die sich in einer Partei engagieren wollen das bereits tun. Das heißt wenn man über Nacht eine neue Partei aus dem Boden Stampft hast Du Glücksritter und Resterampe und fünf bis zehn fähige Leute. Siehe Geschichte dieser Kleinstpartei.

In meinen Augen ist es mittlerweile unmöglich, erfolgreich eine Partei zu gründen. Selbst bei den Grünen kann man fragen, inwiefern die Partei ein Erfolg ist, wenn man sich Gründungsziele und Realpolitik in BW anschaut. Die Grünen scheinen jetzt eher eine Ersatzreligion für vermögendere Konservative zu sein, die halt CDU nicht wählen können weil es sich falsch anfühlt. Die fahren halt mim Porsche Cayenne zum Bio Markt am Kollwitzplatz, um dort fair gehandelten Hüttenkäse zu kaufen und fürs Gewissen wählt man dann Grün, ohne sich damit zu beschäftigen, was die überhaupt im AGH, Bundestag und EP tun. Halt irgendwas mit Umwelt. Ist erforscht. Gibt es sogar nen Fachbegriff für: "Moral Licensing".